Reflexiones del Padre Josef Neudorfer ,svd

Liebe Freunde!

Wenn ich mich entschlossen habe, 10 von meinen Erinnerungen vom Krieg niederzuschreiben, geht es mir darum
manchen die Frage zu beantworten, wie es im Krieg wirklich zugeht und Gott die Menschen mit dem Schutzengel durch die groessten Gefahren fuehrt. Ein Grund, nie die Hoffnung aufzugeben.

P.Josef Neudorfer svd

Erinnerung 9

Mein letzter Tag.

Die Sonne schien ueber eine herrliche und ruhige Landschaft. Kaum zu glauben,dass wir uns inmitten des Kriegsgetuemmel befanden. Es sickerte durch: die Russen befinden sich mit einem Keil von 120 Panzern T 34 auf dem Vormarsch.Wir bekamen den Befehl, sie mit unseren 16 Sturmpanzern aufzuhalten. Wir rollten auf sie von der Seite zu. Ihre Infantriebegleitung drohte uns mit der Panzerfaust. Als wir auf Schussweite kamen, feuerte ich gegen einen der feindlichen Panzer. Doch statt ihn zu treffen, schrie unsere Infaneriebgleitung. Beim zweiten Schuss traf ich einen naheliegenden Baum. Da gab ich mir Rechenschaft: Wir haben Sabotagemunition geladen, die explodierte, sobald sie das Rohr verliess. Ich hielt einen Moment inne und sagte mir: "Heute ist der letzte Tag meines Lebens" und dann"Heute werde ich Jesus und Maria begegnen". Meine Kameraden fragten nervoes:"Was ist los?"Ohne Kommentar antwortete ich ihnen:"Es gibt nur Eines,wir werfen uns gegen sie."
Sie nahmen es an,denn sie wussten, dass wir rueckwaerts verwundbar waren. Ich schoss eine Grantate nach der anderen. Die Russen waren von soviel Feuer, Rauch und Mut, so ueberrascht, dass 4 ihrer Panzer, die uns gegenueberstanden, zurueckrollten, bis sie hinter einem Huegel verschwanden.
Wir fuhren,immer mit der Schnauze nach vorne, zurueck in das nahegelegene Dorf und liessen uns mit einer neuen Ladung Munition bestuecken. Waehrenddessen ging ich ins Dorf hinein. Ein Infanterist an meiner Seite. Ploetzlich traf ihn Granate. Die ihm einen Fuss wegriss. Gott sei Dank nahm sich ein bekannter Kamerad seiner an und brachte ihn in ein Haus hinein. Als ich zu unserer Gruppe kam, beklagte sich der Munitionsfahrer wegen eines Splitters im Bauch. Auf der Fahrt ins naechste Dorf, beschossen uns uns russische Flugzeuge. Sobald sie kamen, blieben wir stehen und die Projektile gingen vor uns in die Erde. Todmuede bezogen wir ein Quartier. Vor dem Ein- schlafen, musste ich an das Lied vom guten Kameraden denken:
“..Eine Kugel kam geflogen. Gilt sie mir oder gilt sie dir? Ihn hat es weggerissen, er liegt mir vor den Fuessen, als waers ein Stueck von mir.” Und ich glaubte, es waere mein letzter Tag. Aber Gott hat uns geholfen. Er ist ist der Herr ueber Zeit und Ewigkeit!

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