Wahlen | 04.09.2011 .SPD klarer Sieger in Mecklenburg-Vorpommern .Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern bleibt die SPD stärkste Kraft. Die CDU verliert. Die Linken verzeichnen leichten Zuwachs. Die Grünen sind erstmals im Landtag vertreten. Die FDP dagegen ist raus.
Wahlen | 04.09.2011 .SPD klarer Sieger in Mecklenburg-Vorpommern .Nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern bleibt die SPD stärkste Kraft. Die CDU verliert. Die Linken verzeichnen leichten Zuwachs. Die Grünen sind erstmals im Landtag vertreten. Die FDP dagegen ist raus.
In Mecklenburg-Vorpommern wurde am Sonntag (04.09.2011) ein neuer Landtag gewählt. Knapp 1,4 Millionen Einwohner waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Auch Kreistage und Landräte wurden neu gewählt. Insgesamt war die Wahlbeteiligung sehr gering mit nur 52 Prozent. Erste Hochrechnungen zeigen folgendes Ergebnis: SPD - 36,8 Prozent mit deutlichen Gewinnen, CDU verliert und rutscht auf 23,8 Prozent ab, Die Linke gewinnt leicht und kommt auf 17,2 Prozent. Die Grünen haben mit 8,4 Prozent den Sprung in den Landtag geschafft. Die FDP erreicht lediglich 3,1 Prozent und schafft damit die Fünf-Prozent-Hürde nicht und ist damit auch nicht mehr im Landtag vertreten. Ob die NPD mit knapp 5,5 Prozent es in den Landtag schafft, bleibt noch offen.
Erwin Sellering bleibt Ministerpräsident
Der Gewinner der Wahl, Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), zeigte sich schon bei der Stimmabgabe am Morgen in Schwerin zuversichtlich. Sein Ziel, seine Partei zur stärksten Fraktion zu machen, hat er erreicht. Zu einer möglichen Koalition machte er auch nach den ersten Eregbnissen keine Angaben. Ob es also weiter eine rot-schwarze Koalition wie bislang geben wird, ist offen. Die SPD habe fünf Jahre lang gut mit der CDU und davor acht Jahre lang ebenso gut mit der damaligen PDS und heutigen Linkspartei regiert, sagte der 61-Jährige Sellering im Vorfeld lediglich. Als unwahrscheinlich gilt indes eine rot-grüne oder eine rot-rot-grüne Regierung, selbst wenn dies rechnerisch möglich wäre.
Höchst zufrieden zeigte sich die Grünen Spitzenkandidatin Silke Gajek. Der Einsatz im Wahlkampf habe sich gelohnt, sagte sie überglücklich. Ihre Partei wird erstmalig in den Schweriner Landtag einziehen. Damit sind die Grünen nun in allen deutschen Landtagen vertreten.
Bewohner auf Rügen wählen in zwei Wochen
Mit dem vorläufigen amtlichen Ergebnis wird erst in den späten Abendstunden gerechnet. Allerdings wird das Resultat noch länger vorläufig bleiben. Denn nach dem Tod eines CDU-Kandidaten auf Rügen musste die Wahl im Westen der Insel um zwei Wochen verschoben werden. Knapp 27.000 Bewohner können dort nun erst am 18. September über das Landesparlament abstimmen. Möglicherweise könnte es dann sogar noch Verschiebungen bei den kleinen Parteien geben.
Parallele Kommunalwahl
Um die 71 Abgeordnetensitze im Landtag des nordöstlichen Bundeslandes hatten sich insgesamt 341 Kandidaten beworben. 16 Parteien traten zur Landtagswahl an. Parallel dazu fanden an diesem Sonntag auch die Kommunalwahlen statt, bei denen die Kreistage und Landräte neu gewählt werden sollten. Zudem konnten die Bürger nach der Kreisreform über die Namen von sechs neuen Großkreisen entscheiden.
Beobachter hatten zuvor sekuliert, dass die gleichzeitiug stattfindenden Kommunalwahlen möglicherweise zu einer höheren Wahlbeteiligung führen könnten. Das ist mit nur 52 Prozent nun nicht gelungen. Bei der letzten Landtagswahl 2006 war die Beteiligung mit 59,1 Prozent auch schon relativ niedrig.
Damals landete die SPD mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU (28,8). Die Linke erzielte mit 16,8 Prozent eines ihrer schlechtesten Ergebnisse im Land. Dagegen hatte die FDP 9,6 Prozent erreicht, die NPD kam auf 7,3. Die Grünen scheiterten mit 3,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.
Nach den Wahlen in Hamburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen ist die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern die vorletzte im Superwahljahr 2011. Am 18. September später wird in Berlin noch ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
Autorin: Annamaria Sigrist (dpa, dapd, afp, rtr)
Redaktion: Rainer Esser
fuente: Deutsche Welle
In Mecklenburg-Vorpommern wurde am Sonntag (04.09.2011) ein neuer Landtag gewählt. Knapp 1,4 Millionen Einwohner waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Auch Kreistage und Landräte wurden neu gewählt. Insgesamt war die Wahlbeteiligung sehr gering mit nur 52 Prozent. Erste Hochrechnungen zeigen folgendes Ergebnis: SPD - 36,8 Prozent mit deutlichen Gewinnen, CDU verliert und rutscht auf 23,8 Prozent ab, Die Linke gewinnt leicht und kommt auf 17,2 Prozent. Die Grünen haben mit 8,4 Prozent den Sprung in den Landtag geschafft. Die FDP erreicht lediglich 3,1 Prozent und schafft damit die Fünf-Prozent-Hürde nicht und ist damit auch nicht mehr im Landtag vertreten. Ob die NPD mit knapp 5,5 Prozent es in den Landtag schafft, bleibt noch offen.
Erwin Sellering bleibt Ministerpräsident
Der Gewinner der Wahl, Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD), zeigte sich schon bei der Stimmabgabe am Morgen in Schwerin zuversichtlich. Sein Ziel, seine Partei zur stärksten Fraktion zu machen, hat er erreicht. Zu einer möglichen Koalition machte er auch nach den ersten Eregbnissen keine Angaben. Ob es also weiter eine rot-schwarze Koalition wie bislang geben wird, ist offen. Die SPD habe fünf Jahre lang gut mit der CDU und davor acht Jahre lang ebenso gut mit der damaligen PDS und heutigen Linkspartei regiert, sagte der 61-Jährige Sellering im Vorfeld lediglich. Als unwahrscheinlich gilt indes eine rot-grüne oder eine rot-rot-grüne Regierung, selbst wenn dies rechnerisch möglich wäre.
Höchst zufrieden zeigte sich die Grünen Spitzenkandidatin Silke Gajek. Der Einsatz im Wahlkampf habe sich gelohnt, sagte sie überglücklich. Ihre Partei wird erstmalig in den Schweriner Landtag einziehen. Damit sind die Grünen nun in allen deutschen Landtagen vertreten.
Bewohner auf Rügen wählen in zwei Wochen
Mit dem vorläufigen amtlichen Ergebnis wird erst in den späten Abendstunden gerechnet. Allerdings wird das Resultat noch länger vorläufig bleiben. Denn nach dem Tod eines CDU-Kandidaten auf Rügen musste die Wahl im Westen der Insel um zwei Wochen verschoben werden. Knapp 27.000 Bewohner können dort nun erst am 18. September über das Landesparlament abstimmen. Möglicherweise könnte es dann sogar noch Verschiebungen bei den kleinen Parteien geben.
Parallele Kommunalwahl
Um die 71 Abgeordnetensitze im Landtag des nordöstlichen Bundeslandes hatten sich insgesamt 341 Kandidaten beworben. 16 Parteien traten zur Landtagswahl an. Parallel dazu fanden an diesem Sonntag auch die Kommunalwahlen statt, bei denen die Kreistage und Landräte neu gewählt werden sollten. Zudem konnten die Bürger nach der Kreisreform über die Namen von sechs neuen Großkreisen entscheiden.
Beobachter hatten zuvor sekuliert, dass die gleichzeitiug stattfindenden Kommunalwahlen möglicherweise zu einer höheren Wahlbeteiligung führen könnten. Das ist mit nur 52 Prozent nun nicht gelungen. Bei der letzten Landtagswahl 2006 war die Beteiligung mit 59,1 Prozent auch schon relativ niedrig.
Damals landete die SPD mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU (28,8). Die Linke erzielte mit 16,8 Prozent eines ihrer schlechtesten Ergebnisse im Land. Dagegen hatte die FDP 9,6 Prozent erreicht, die NPD kam auf 7,3. Die Grünen scheiterten mit 3,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.
Nach den Wahlen in Hamburg, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen ist die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern die vorletzte im Superwahljahr 2011. Am 18. September später wird in Berlin noch ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
Autorin: Annamaria Sigrist (dpa, dapd, afp, rtr)
Redaktion: Rainer Esser
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