Macht Trump seinen Widersacher Romney zum Außenminister?. Im Wahlkampf hatte Ex-Gouverneur Mitt Romney die Hasstiraden Donald Trumps gegen Muslime und Mexikaner scharf verurteilt. Nun wird er als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des US-Chefdiplomaten gehandelt.

Am Sonntag soll Mitt Romney beim künftigen Präsidenten Donald Trump in New York vorsprechen. Und die TV-Sender CNN und NBC sowie die Nachrichtenagentur Reuters melden unter Berufung auf enge Mitarbeiter des Trump-Teams, dabei werde es um eine Berufung Romneys zum Außenminister gehen. Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Massachussetts war 2012 im Rennen um die US-Präsidentschaft als Kandidat der Republikaner gegen Amtsinhaber Barack Obama gescheitert.
"Viele talentierte Leute"
Auch der erzkonservative Senator Jeff Sessions aus Alabama schien die Gerüchte um Romney zu bestätigen. "Ich finde es gut, dass der gewählte Präsident Leute wie Mitt Romney trifft", sagte Sessions nach einem Gespräch im Trump Tower. Es gebe "viele talentierte Leute", zu denen Trump gute Beziehungen pflegen sollte. "Ich denke, Herr Romney könnte eine ganze Menge Dinge machen."

Der Posten im Kabinett des Immobilienmilliardärs wäre der Höhepunkt der politischen Karriere Romneys, nur: Er galt bislang als einer der radikalsten Widersacher Trumps.  

Der 69-jährige übte im Wahlkampf massive Kritik an dem Rechtsnationalisten. So warf er Trump vor, Muslime und mexikanische Einwanderer zu "Sündenböcken" zu machen. Außerdem plädiere Trump für Folter sowie das Töten unschuldiger Kinder und Familienmitglieder von Terroristen, warnte er. Er beschimpfte ihn als "Angeber" und "Hochstapler". Romney hatte an seine republikanischen Parteifreunde appelliert, jeden anderen zu wählen, nur nicht Trump. So kamen die Meldungen über eine mögliche Versöhnung für viele doch überraschend.   
Als mögliche neue Außenminister wurden zuvor auch der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, der frühere UN-Botschafter der USA, John Bolton, und South Carolinas Gouverneurin Nikki Haley gehandelt.

Nationaler Sicherheitsberater könnte Ex-General Michael Flynn werden. Die Nachrichtenagentur AP meldete, Trump habe dem ehemaligen Generalleutnant den einflussreichen Posten angeboten. Flynn leitete bis 2014 den Militärgeheimdienst DIA, quittierte aber nach Personalquerelen den Dienst. Er hatte Trump schon im Wahlkampf beraten.
Nachhilfe in Weltpolitik 

Der künftige Präsident hat sich auch Rat vom früheren Außenminister Henry Kissinger eingeholt. Der politisch unerfahrene Trump nahm sich am Donnerstag eine Auszeit von den Beratungen über die Zusammensetzung seines Regierungsteams, um mit dem 93-Jährigen zusammenzutreffen. Er habe "enormen Respekt" vor Kissinger und wisse zu schätzen, dass dieser sich zu dem Gedankenaustausch bereitgefunden habe, sagte das designierte Staatsoberhaupt nach dem Treffen in New York. Laut Trump ging es um China, Europa, den Iran, Russland und breitgefächerte weltpolitische Themen.
     
Kissinger hatte im Wahlkampf durchblicken lassen, dass er Trumps Kontrahentin Hillary Clinton favorisierte. Er war Nationaler Sicherheitsberater und Außenminister unter den Präsidenten Richard Nixon und Gerald Ford. Er gilt bis heute als stark polarisierende Figur.


Fuente: Deutsche Welle, http://www.dw.com/de/macht-trump-seinen-widersacher-romney-zum-au%C3%9Fenminister/a-36432026

Comentarios

Entradas populares de este blog

Senado: Manifiestan preocupación si Puerto de Valparaíso deja de ser destino turístico.El Norwegian Sun solicitó recalar el próximo 24 de abril en San Antonio arguyendo que “Valparaíso no le da garantías”.

Colegio Alemán de Temuco: Alumnos de IVº medio celebraron “Ostern

Pronóstico del tiempo para Puerto Montt entre el miércoles 19 y el domingo 23 de abril

Ministra Williams en Calama: “El desafío de la industria es dar los espacios para incorporar mayor innovación en los procesos mineros”

Los hospitales de Gaza, a pocos días de quedarse sin electricidad

Colegio Alemán de Temuco: Kindergarten salió en busca del Conejo de Pascua

Ministro Furche inauguró memorial a brigadistas fallecidos en incendios forestales de Vichuquén

Con el propósito de conocer en terreno el quehacer de la Autoridad Marítima en el ámbito nacional, una delegación de 19 alumnos y un profesor pertenecientes a la Universidad Marítima Mundial con sede en Malmo - Suecia, está realizando una visita profesional a la Armada de Chile.

Enfermedades tropicales desatendidas: En su último informe sobre las enfermedades tropicales desatendidas, la OMS informa de los progresos notables alcanzados en los últimos diez años. Se estima que, solo en 2015, se ha tratado a 1000 millones de personas afectadas.