ALEMANIA: FAUSTBALL: 1. BUNDESLIGA SÜD MÄNNER | BUNDESLIGEN | RECHTE SPALTE. Wünschmichelbach bleibt dran

19. JUNI 2017 | 

Pfungstadt (DFBL/aga). Im Süden bleibt der TSV Pfungstadt weiter unangefochten auf Platz 1 – Schweinfurt und Wünschmichelbach folgen auf den DM-Plätzen.
TV Wünschmichelbach – TV Vaihingen/Enz 5 : 2
(11:9, 11:8, 11: 5, 9:11, 2:11, 11:6, 11:9)
Die Gastgeber lagen bis zur ersten Pause bereits mit 3:0-Sätzen in Front. Den umkämpften ersten Satz bog Wünschmichelbach nach einem 6:9-Rückstand mit teilweise mitreißenden Ballwechseln noch in ein 11:9 um. Im zweiten Satz zog der
TVW nach dem 2:2 auf 6:2 und 10:5 davon, benötigte aber den vierten Satzball, um den Durchgang beim 11:8 nach Hause zu bringen. Zu Beginn des dritten Satzes hatte der TVW noch seine Probleme mit den guten Aufschlägen von Vaihingens Aushängeschild Meyer, doch nach dem 5:5 legten die Gastgeber einen tollen Lauf hin, holten auch in der Abwehr starke Bälle etwa durch Nico Müller und sorgten mit dem 11:5 für die 3:0-Führung. „Die anschließende Pause hat uns aber nicht gut getan“, gab sich TVW-Kapitän Müller selbstkritisch. „Es ist leider fast immer so, dass wir dann ein, zwei Sätze nicht so gut spielen.“ Das zeigte sich auch gegen Vaihingen. Im kuriosen vierten Satz geriet der TVW schnell mit 0:6 (4 Angabenfehler am Stück und 2 Punkte der Vaihinger) in den Rückstand, drehte das Ganze dann über 5:6 zur 9:7-Führung, machte diesmal aber den Deckel nicht drauf. Vaihingen gewann noch mit 11:9 und verkürzte anschließend mit einem
klaren 11:2 sogar auf 3:2-Sätze.
Sehr zum Missfallen der TVW-Trainer Bernd Ruschka und Bernd Zwintzscher. „So könnt ihr nicht weitermachen, jeder muss sich wieder zusammenreißen“, gab Zwintzscher seinen Schützlingen mit auf den Weg. Und die ließen im sechsten Satz den Worten Taten folgen. Bis zum 6:6 wechselten sich Licht und Schatten noch ab, ehe der TVW demonstrierte, wer Herr im Hause ist. Angeführt durch dann einen stark aufspielenden Dennis Gruber und auch dank erstklassiger Abwehraktionen, zu denen der für Jan Pfeifer eingewechselte Daniel Somberg seinen Teil beisteuerte, übernahm Wünschmichelbach das Zepter und machte fünf Punkte in Folge zum 11:6-Satzgewinn. Nach der zweiten Pause und einem spannenden siebten Satz wiederholte der TVW dann seinen 5:2-Erfolg aus dem Vorrundenspiel gegen Vaihingen. „Bis auf unsere kleine Schwächephase war ich mit der Leistung zufrieden“, sagte TVW-Trainer Ruschka. „Zumal wir in der vergangenen Woche mit Jonas Schröter und Dennis Gruber zwei angeschlagene Spieler hatten und überhaupt nicht trainieren konnten“ Schröter biss sich trotz Handgelenksproblemen ebenso durch wie Gruber, der mit Blasen an den Füßen zu kämpfen hatte. Zunächst gilt aber alle Konzentration dem Ligaendspurt. „Wir haben noch schwere Spiele vor uns, etwa in Offenburg und Rosenheim, das sind keine Selbstläufer“, betonte Ruschka. Ins gleiche Horn blies Kapitän Nico Müller. „Natürlich wären wir gerne in der Endrunde dabei, aber in der 1. Bundesliga sind das fast immer 50:50-Spiele. Das Wichtigste ist, dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben.“
TSV Pfungstadt (DM) – TV Wünschmichelbach 5 : 0
(11:8, 11:4, 11:4, 11:6, 11:7)
Nach dem 5:2-Heimerfolg gegen den TV Vaihingen/Enz mussten die Wünschmichelbacher am Sonntag beim Deutschen Meister in Pfungstadt unter die Leine. Der TVW erwischte einen starken Start in die Partie, auch ohne den verhinderten Florian Zwintzscher und trotz einiger kleinerer Blessuren bei mehreren Spielern. Pfungstadt lief zunächst kontinuierlich der Führung der Gäste hinterher, ließ zum Satzende hin allerdings erstmals die Muskeln spielen und drehte einen ausgeglichenen Durchgang noch zum 8:11. Anschließend zeigten die Gastgeber, wieso sie seit Jahren fast nach Belieben die Liga dominieren. Aus einer soliden Abwehr heraus wurde Deutschlands Top-Angreifer Patrick Thomas immer wieder mit guten Zuspielen bedient und ließ dem TVW meist kaum Abwehrchancen. Auch wenn die Odenwälder phasenweise die eigenen Gelegenheiten nicht konsequent genug ausnutzten boten sie keine schlechte Vorstellung. Beim 4:11 und 4:11 war gegen den Druck des Spitzenreiters allerdings kein Kraut gewachsen. Auch nach der Pause dominierten die Pfungstädter die Partie, mussten aber auch einige starke Spielzüge des TVW anerkennen. Am Ergebnis änderte das jedoch nur wenig und der TSV zog durch ein 6:11 weiter davon. Den letzten Durchgang hielten die Gäste ebenfalls lange offen, ehe Pfungstadt seine ganze Klasse ausspielte und sich mit 7:11 ungefährdet den nächsten Sieg sicherte.
TV Oberndorf – MTV Rosenheim 5:1
(11:5, 11:7, 7:11, 11:9, 11:9, 11:9)
Das Team des MTV Rosenheim um Nationalangreifer Steve Schmutzler erwies sich in den letzten Jahren immer als unangenehmer Gegner. Doch beim Heimspieltag am Samstag zeigten sich die Spieler des TV Oberndorf in einer bestechenden Form und schickten vor 110 begeisterten Zuschauern den Gast mit einem 5:1 nach Hause.
Im ersten Satz ging Rosenheim 1:0 in Führung. Dann kam die Stunde des TV Oberndorf und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang die 8:2-Führung. Gegen den Kampf und Einsatz der Hausherren hatte Rosenheim keine Chance und musste diesen den Satz mit 5:11 abgeben. Ähnlicher Verlauf im zweiten Satz: Der TVO punktete nach Belieben, lag mit 9:5 in Front und ver-wandelte gleich den ersten Satzball mit dem 11:7 zum 2:0. Mit den beiden klar gewonnenen Sätzen im Rücken lies die Konzentration bei Oberndorf nach, die Mannschaft war nicht wieder zu erkennen und so ging Rosenheim überraschend mit 6:0 in Führung. Der TVO raffte sich auf, hatte beim 6:8 immer noch Rückstand auf den Gast, den dieser nicht mehr hergab, den ersten Satzball zum 7:11 verwandelte und auf 2:1 verkürzte.
Der vierte Satz verlief recht ausgeglichen bis zum 9:9. Nicht, dass Rosenheim Punkte erspielte, die meisten Punkte gingen durch Eigenfehler und Konzentrationsschwächen des TVO an den Gegner, der dadurch immer wieder im Spiel gehalten wurde. Dann gab Oberndorf Gas und holte sich den Satz mit 11:9. Im fünften Durchgang sahen die Zuschauer spektakuläre Abwehrleistungen und trickreiche Angriffe, die Oberndorf eine 10:5-Führung bescherten. Die Rosenheimer zeigten nun, warum sie deutscher Vizemeister geworden sind, und nahmen den Kampf an. Beim 10:9 machte der TVO den Sack zu und kam mit dem 11:9 zur 4:1-Führung. Im sechsten Satz boten beide Mannschaften Faustball vom Feinsten. Ausgeglichenes Spiel bis zum 5:5, dann zog Oberndorf zum 8:5 davon, Rosenheim gab nicht auf, doch mit dem Matchball zum 11:9 hatten die Oberndorfer einen in dieser Höhe nicht erwarteten 5:1-Sieg errungen.
Der TV Oberndorf, dem Angreifer Oliver Bauer in dieser Feldrunde aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht und bei dem Abwehrspieler Jens Scheiffele kürzer tritt, war mit gemischten Gefühlen wegen der dünnen Spielerdecke in die Saison gegangen. Doch die Mannschaft liefert als verschworene Gemeinschaft Woche für Woche Beachtliches ab.
TV Vaihingen/Enz – TV Oberndorf 1:5
(10:12, 6:11, 6:11, 6:11, 11:8, 8:11)
Nach dem 5:1 gegen Rosenheim gestaltete sich die Personalsituation beim TVO für den Teil zwei des Doppelspieltages am Sonntag noch schwieriger. Nico Bitsch musste berufsbedingt absagen, Marcel Sauter sprang kurzfristig ein. Dennoch: Mit einer starken Teamleistung gelang ein ungefährdeter 5:1 Auswärtssieg in Vaihingen.
Die Gastgeber begannen stark und lagen im ersten Satz ständig vorn. Beim von 10:9 sicherten sie sich einen Satzball, doch Oberndorf konterte und erspielte sich mit drei Bällen in Folge den Satzgewinn. Die nächsten drei Durchgänge gingen deutlich reibungsloser an den TVO. Im fünften Satz sahen die Zuschauer zu Beginn einen starken Gast, doch dann schlichen sich Unkonzentriertheiten ein, was Vaihingen zum 1:4 nutzte. Im sechsten Satz lag der TVO von Anfang an vorn, Vaihingen wehrte sich zwar, konnte aber das finale 8:11 nicht verhindern. Trainer Joachim Sagstetter: „Wir stehen jetzt nach einer starken Teamleistung am Ende der Vorrunde auf Platz zwei. Ich bin stolz auf das, was die Jungs bisher geleistet haben.“
MTV Rosenheim – TV 1865 Waibstadt 5 : 1
(11:7, 11:7, 11:7, 11:7, 9:11, 11:6)
Nach der Niederlage im Frankenland galt es am Sonntag im Heimspiel gegen das Schlusslicht TV Waibstadt der Favoritenrolle gerecht zu werden. Mit der Konzentration auf das Wesentliche ging man die Partie gegen den Aufsteiger an und lag damit richtig. Die jungen Badener suchten ihr Heil in der Offensive und versuchten mit riskanten Angaben und Angriffsschlägen zum Erfolg zu kommen. Diese Taktik zog aber auch eine relativ hohe Fehlerquote nach sich und so kamen die solide spielenden MTV-ler zu vier ungefährdeten 11:7-Satzerfolgen in Serie. Im fünften Satz konnten die Kraichgauer ihre Eigenfehler auf Null senken, dagegen unterliefen den Gastgebern einige Nachlässigkeiten und verpassten so durch ein 9:11 das optimale Siegresultat. In der folgenden Runde ließ man dagegen keine Zweifel mehr aufkommen und tütete durch ein 11:6 den Heimsieg ein.
„Die Niederlage am Samstag war verdient, da die Schweinfurter cleverer gespielt haben. Die Leistung beim Sieg über Waibstadt war o. k. aber glanzlos“ so Spielführer Steve Schmutzler nach dem durchwachsenen Wochenende.
FBC Offenburg – TV Waldrennach 5 : 2
(11:9, 11:7, 11:8, 9:11, 11:5, 8:11, 11:6)
Nach einer kurzen Verschnaufpause reiste die junge Truppe am nächsten Morgen zum FBC Offenburg. Mit 4:8 Punkten belegt die etablierte Erstligamannschaft den 6.Tabellenplatz. Mit einem Auswärtssieg könnten die Jungs mit dem FBC nach Punkten gleichziehen und somit ging man hochmotiviert in die Begegnung hinein. Die Euphorie wurde schnell gebremst als der FBC mit vielen kurz gespielten Bällen punktete und in Führung ging. Der TVW kam zwar noch einmal heran, konnte aber die 9:11 Satzniederlage nicht verhindern. In der Mitte des zweiten Satzes brachte Trainer Stefan Maier mit Jeremy Wuhrer einen neuen Schlagmann ins Team, doch auch er schaffte es nicht die 7:11 Niederlage zu verhindern. Eine weitere personelle Umstellung im dritten Satz fruchtete ebenfalls nicht, sodass man mit 0:3 in die kurze Spielpause ging. Trainer Stefan Maier fand in der Spielpause wohl die passenden Worte, denn der TVW konnte, wenn auch sehr knapp, den folgenden Satz mit 11:9 gewinnen. Trotz dem Satzerfolg hingen die Köpfe noch ein wenig tief bei den Horeblern, die mit 5:11 einen weiteren Satzverlust einstecken mussten. Die Mannschaft wollte sich aber noch nicht geschlagen geben und ging an seine Leistungsgrenze. Letztendlich war es ein Preller von Jeremy Wuhrer, der den 11:8 Sieg perfekt machte. In Satz 7 gelang Offenburg der bessere Start und der TVW nahm beim Stand von 0:6 ein Timeout. Dies zeigte zwar kurzzeitig positive Effekte, doch die 6:11 Niederlage konnte trotzdem nicht abgewendet werden. Damit wurde die Begegnung unglücklich mit 2:5 verloren. „Wenn wir gleich den ersten Satz für uns entschieden hätten, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen. Doch so mussten wir einen 0:3 Rückstand aufholen, was uns schlussendlich nicht gelang. Unsere Leistung war heute einfach nicht gut genug, um mit dem Gegner mitzuhalten, der uns mit kurzen Bällen vor unlösbare Aufgaben stellte“, lautete das Fazit von Kapitän Martin Neuweiler
TV Waldrennach : TSV Pfungstadt 1:5(8:11, 11:5, 11:5, 11:3, 11:8, 11:5)
Abwehrspezialist Oliver Späth erklärte es sich so: „Patrick Thomas war durch einen Magen-Darm-Infekt angeschlagen. Waldrennach hat uns im ersten Satz überrascht und super aufgeschlagen. Drei, vier Mal lang auf die Linie. Wir waren noch nicht wach. Zwei, drei blöde Fehler, und der Satz war weg.“ Danach fand der Favorit aus Pfungstadt immer besser ins Spiel. „Wir haben das dann solide runtergespielt“, konnte sich Späth am Ende über einen nie gefährdeten 5:1 -Sieg mit seiner Mannschaft freuen, die die Hinrunde dadurch mit nur zwei Satzverlusten abschloss.
Vorschau:
Am kommenden Wochenende wird das Topduell Wünschmichelbach gegen Schweinfurt Aufschluss über den weiteren Saisonverlauf der DM-Aspiranten geben. Der MTV, TVW und der TVO müssen noch gegen Pfungstadt antreten. Damit dürfte der MTV bei 10 Minuspunkten landen wenn er alle anderen ausstehenden Partie gewinnt. Der TVO hat dann 6 Punkte auf der Minusseite und der TVW auch bei einer Niederlage gegen den TVO deren 10. Allerdings sollten sich beide Mannschaften kein Stolpern bei Offenburg oder Vaihingen erlauben. Wünschmichelbach ist immer mal wieder gegen einen der Aufsteiger so z.B. in der Saison 2015 und 2016 in das Hintertreffen geraten – es bleibt also im Süden um Platz 2 und 3 spannend.

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