Marokko | 28.04.2011 14 Tote bei Anschlag in Marrakesch
Marokko | 28.04.2011 14 Tote bei Anschlag in Marrakesch
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Nach dem Anschlag kam vor dem Kaffeehaus eine Menschenmenge zusammenEine Explosion hat ein Kaffeehaus am "Platz der Gaukler" in Marrakesch erschüttert. Mindestens 14 Menschen starben. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag auf den Platz aus, der auch Unesco-Welterbe ist.
Bei einer Explosion im Kaffeehaus "Argana" in Marrakesch sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien elf Ausländer und drei Marokkaner, teilten Ärzte am Donnerstag (28.04.2011) in Marrakesch mit. 20 Personen hätten durch den Anschlag Verletzungen erlitten. Das Auswärtige Amt konnte bislang nicht feststellen, ob auch Deutsche unter den Opfern sind. Dies werde geprüft, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin.
Die Explosion ereignete sich im Kaffeehaus "Argana" auf dem mittelalterlichen Marktplatz Jamaa el-Fna - dem Platz der Gaukler, der eine der Hauptattraktionen für Touristen in Marrakesch ist und zum Unesco-Welterbe gehört. Die 900.00-Einwohner-Stadt gilt mit ihren vielen maurischen Palästen als Marokkos pittoreske "Perle des Südens". Die Explosion war so gewaltig, dass sie noch in zwei Kilometern Entfernung zu hören war, berichteten Augenzeugen.
Unfall ausgeschlossen
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:
Die Hintergründe des Anschlags sind noch völlig unklar. "Wir haben rund eine Stunde unter der Hypothese ermittelt, dass es ein Unfall gewesen sein könnte", sagte Regierungssprecher Khalid Naciri in einem Interview des französischen Fernsehsenders France-24. "Aber erste Ergebnisse der Untersuchung haben bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen kriminellen Akt gehandelt hat." Das Innenministerium teilte nach Auswertung der ersten Beweismittel mit, es habe sich um einen Terroranschlag gehandelt.
Bislang hat sich keine Organisation zu dem Terrorakt bekannt. Größere Terroranschläge hatte es in dem nordafrikanischen Königreich zuletzt im Mai 2003 in der Wirtschaftsmetropole Casablanca gegeben. Damals starben bei Attentaten auf westliche und jüdische Einrichtungen 45 Menschen, unter ihnen 12 Selbstmord-Attentäter.
Zwar hat es auch in Marokko mehrere Demonstrationen für demokratische Reformen gegeben. Von Unruhen und Gewalt ist Marokko aber bislang weitgehend verschont geblieben. König Mohammed VI. hat eine Verfassungsreform angekündigt, durch die auch seine Macht eingeschränkt werden soll.
Autor: Michael Wehling (dapd/dpa/afp/rtr)
Redaktion: Dirk Eckert
fuente: http://www.dw-world.de/
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Nach dem Anschlag kam vor dem Kaffeehaus eine Menschenmenge zusammenEine Explosion hat ein Kaffeehaus am "Platz der Gaukler" in Marrakesch erschüttert. Mindestens 14 Menschen starben. Die Behörden gehen von einem Terroranschlag auf den Platz aus, der auch Unesco-Welterbe ist.
Bei einer Explosion im Kaffeehaus "Argana" in Marrakesch sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien elf Ausländer und drei Marokkaner, teilten Ärzte am Donnerstag (28.04.2011) in Marrakesch mit. 20 Personen hätten durch den Anschlag Verletzungen erlitten. Das Auswärtige Amt konnte bislang nicht feststellen, ob auch Deutsche unter den Opfern sind. Dies werde geprüft, sagte eine Sprecherin des Ministeriums in Berlin.
Die Explosion ereignete sich im Kaffeehaus "Argana" auf dem mittelalterlichen Marktplatz Jamaa el-Fna - dem Platz der Gaukler, der eine der Hauptattraktionen für Touristen in Marrakesch ist und zum Unesco-Welterbe gehört. Die 900.00-Einwohner-Stadt gilt mit ihren vielen maurischen Palästen als Marokkos pittoreske "Perle des Südens". Die Explosion war so gewaltig, dass sie noch in zwei Kilometern Entfernung zu hören war, berichteten Augenzeugen.
Unfall ausgeschlossen
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:
Die Hintergründe des Anschlags sind noch völlig unklar. "Wir haben rund eine Stunde unter der Hypothese ermittelt, dass es ein Unfall gewesen sein könnte", sagte Regierungssprecher Khalid Naciri in einem Interview des französischen Fernsehsenders France-24. "Aber erste Ergebnisse der Untersuchung haben bestätigt, dass es sich tatsächlich um einen kriminellen Akt gehandelt hat." Das Innenministerium teilte nach Auswertung der ersten Beweismittel mit, es habe sich um einen Terroranschlag gehandelt.
Bislang hat sich keine Organisation zu dem Terrorakt bekannt. Größere Terroranschläge hatte es in dem nordafrikanischen Königreich zuletzt im Mai 2003 in der Wirtschaftsmetropole Casablanca gegeben. Damals starben bei Attentaten auf westliche und jüdische Einrichtungen 45 Menschen, unter ihnen 12 Selbstmord-Attentäter.
Zwar hat es auch in Marokko mehrere Demonstrationen für demokratische Reformen gegeben. Von Unruhen und Gewalt ist Marokko aber bislang weitgehend verschont geblieben. König Mohammed VI. hat eine Verfassungsreform angekündigt, durch die auch seine Macht eingeschränkt werden soll.
Autor: Michael Wehling (dapd/dpa/afp/rtr)
Redaktion: Dirk Eckert
fuente: http://www.dw-world.de/
Comentarios