Beckert versilbert ihr Olympiadebüt
Über 3000 Meter erkämpft sich Eisschnellläuferin Stephanie Beckert Platz zwei. Die deutschen Biathlon-Herren können dagegen nicht zufrieden sein. Im Sprintrennen beraubte das Wetter sie aller Medaillenchancen.
Man hatte es ihr zugetraut, als sie es dann aber tatsächlich geschafft hatte, war es doch eine Riesenüberraschung. Bei ihrem ersten olympischen Rennen hat die 21-jährige Stephanie Beckert gleich ihre erste Medaille gewonnen. Über 3000 Meter sicherte sie sich in 4:04,62 Minuten Silber. Gold ging unangefochten an die favorisierte Tschechin Martina Sablikova (4:02,53). Bronze holte sich in 4:04,84 Minuten die Kanadierin Kristina Groves, an der Beckert auf der Zielgeraden noch vorbeisprintete. "Das ist der Wahnsinn, das muss ich erstmal sacken lassen", sagte Beckert nach dem Rennen freudestrahlend. Bittere Enttäuschung dagegen bei Beckerts Vereinskameradin Daniela Anschütz-Thoms. Sie lief in der letzten Paarung des Wettbewerbs in 4:04,87 Minuten nur um drei Hundertstel-Sekunden an einer Medaille vorbei.
Die Favoriten straucheln
Im dichten Schneetreiben von Whistler haben die deutschen Biathlon-Herren einen Fehlstart in die Olympischen Wettbewerbe erwischt. Beim Sprint der Biathleten über 10 Kilometer spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. Da es kurze Zeit nach Beginn des Rennens anfing stark zu schneien, hatten nur die ersten zehn Starter eine reelle Siegchance, sämtliche Favoriten scheiterten an den widrigen Bedingungen. Michael Greis schoss dreimal daneben, der hoch favorisierte Norweger Ole Einar Björndalen sogar viermal. Die Gunst der Stunde nutzte der Franzose Vincent Jay, der ohne Schießfehler blieb. Er verwies den Norweger Emil Hegle Svendsen und den Kroaten Jakov Fak auf die Plätze.
"Das war ein irreguläres Rennen, aber wir sind halt eine Outdoor-Sportart und hatten heute kein Glück", sagte Bundestrainer Frank Ullrich am Tag nach dem Silberlauf von Magdalena Neuner. "Wir hatten bei diesen Bedingungen keine Chance und konnten nur Schadensbegrenzung betreiben." Das gelang Christoph Stephan, der auf Platz 19 lief, noch am besten, der dreimalige Olympiasieger Michael Greis wurde 21. Da das Sprintergebnis auch die Startreihenfolge und die Zeitabstände im Verfolgungsrennen festlegt, sieht es auch dort für die deutschen Skijäger nicht sehr rosig aus.
Dramatische Sprintentscheidung
Enttäuschte Gesichter machten auch die deutschen Kombinierer. Mit großen Hoffnungen in den Wettbewerb gestartet, lagen Björn Kircheisen, Eric Frenzel und Tino Edelmann noch in aussichtsreicher Position, auch wenn keinem der drei ein sehr guter Sprung gelungen war. In der Loipe versuchte das deutsche Trio, das mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf den Führenden Janne Ryynaenen aus Finnland startete, die Lücke zu den Spitzenpositionen zuzulaufen. Edelmann und Kircheisen brachen auf der zweiten Hälfte der 10-Kilometer-Strecke ein und belegten schließlich die Plätze 18 und 22. Einzig Frenzel konnte am Ende noch zusetzen und wurde Zehnter. Mit dem Ausgang des Rennens hatten die Deutschen aber nichts mehr zu tun. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern, als der Franzose Jason Lamy Chappuis kurz vor der Ziellinie den US-Amerikaner Johnny Sillane nach abfing und sich die Goldmedaille sicherte. Dritter wurde der Italiener Alessandro Pittin.
Wetter bleibt Thema Nr. 1
Überhaupt bleiben Wetter und vor allem der Regen in Vancouver weiter ein Dauerthema. Das Abfahrtstraining der alpinen Ski-Damen musste erneut abgesagt werden. Wegen der anhaltenden Niederschläge konnte die Piste nicht ausreichend präpariert werden. Nun soll am Montag (15.02.2010) ein zweigeteilter Damen-Testlauf stattfinden. Tags darauf ist eine weitere Testfahrt angesetzt. Damit die Abfahrt wie geplant am Mittwoch (17.02.2010) stattfinden kann, müssen die Damen ein Training absolviert haben. Bereits am Freitag (12.02.2010) war die Probefahrt abgesagt und die ursprünglich für Sonntag geplante Super-Kombination um mehrere Tage verschoben worden.
Erste Schutzsperren
Der Ski-Weltverband FIS hat unterdessen die ersten beiden Sportler mit einer Schutzsperre belegt. Beim russischen Kombinierer Nijas Nabejew und dem Langläufer Kaspar Kokk aus Estland waren erhöhte Hämoglobinwerte festgestellt worden. Beide Sportler wurden bis einschließlich 16. Februar von den Wettbewerben ausgeschlossen und müssen sich vor einem möglichen Start einem weiteren Bluttest unterziehen. Die Schutzsperre wird verhängt, um die Gesundheit der Athleten zu schützen.
Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Sarah Faupel
fuente. http://www.dw-world.de
Man hatte es ihr zugetraut, als sie es dann aber tatsächlich geschafft hatte, war es doch eine Riesenüberraschung. Bei ihrem ersten olympischen Rennen hat die 21-jährige Stephanie Beckert gleich ihre erste Medaille gewonnen. Über 3000 Meter sicherte sie sich in 4:04,62 Minuten Silber. Gold ging unangefochten an die favorisierte Tschechin Martina Sablikova (4:02,53). Bronze holte sich in 4:04,84 Minuten die Kanadierin Kristina Groves, an der Beckert auf der Zielgeraden noch vorbeisprintete. "Das ist der Wahnsinn, das muss ich erstmal sacken lassen", sagte Beckert nach dem Rennen freudestrahlend. Bittere Enttäuschung dagegen bei Beckerts Vereinskameradin Daniela Anschütz-Thoms. Sie lief in der letzten Paarung des Wettbewerbs in 4:04,87 Minuten nur um drei Hundertstel-Sekunden an einer Medaille vorbei.
Die Favoriten straucheln
Im dichten Schneetreiben von Whistler haben die deutschen Biathlon-Herren einen Fehlstart in die Olympischen Wettbewerbe erwischt. Beim Sprint der Biathleten über 10 Kilometer spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. Da es kurze Zeit nach Beginn des Rennens anfing stark zu schneien, hatten nur die ersten zehn Starter eine reelle Siegchance, sämtliche Favoriten scheiterten an den widrigen Bedingungen. Michael Greis schoss dreimal daneben, der hoch favorisierte Norweger Ole Einar Björndalen sogar viermal. Die Gunst der Stunde nutzte der Franzose Vincent Jay, der ohne Schießfehler blieb. Er verwies den Norweger Emil Hegle Svendsen und den Kroaten Jakov Fak auf die Plätze.
"Das war ein irreguläres Rennen, aber wir sind halt eine Outdoor-Sportart und hatten heute kein Glück", sagte Bundestrainer Frank Ullrich am Tag nach dem Silberlauf von Magdalena Neuner. "Wir hatten bei diesen Bedingungen keine Chance und konnten nur Schadensbegrenzung betreiben." Das gelang Christoph Stephan, der auf Platz 19 lief, noch am besten, der dreimalige Olympiasieger Michael Greis wurde 21. Da das Sprintergebnis auch die Startreihenfolge und die Zeitabstände im Verfolgungsrennen festlegt, sieht es auch dort für die deutschen Skijäger nicht sehr rosig aus.
Dramatische Sprintentscheidung
Enttäuschte Gesichter machten auch die deutschen Kombinierer. Mit großen Hoffnungen in den Wettbewerb gestartet, lagen Björn Kircheisen, Eric Frenzel und Tino Edelmann noch in aussichtsreicher Position, auch wenn keinem der drei ein sehr guter Sprung gelungen war. In der Loipe versuchte das deutsche Trio, das mit etwas mehr als einer Minute Rückstand auf den Führenden Janne Ryynaenen aus Finnland startete, die Lücke zu den Spitzenpositionen zuzulaufen. Edelmann und Kircheisen brachen auf der zweiten Hälfte der 10-Kilometer-Strecke ein und belegten schließlich die Plätze 18 und 22. Einzig Frenzel konnte am Ende noch zusetzen und wurde Zehnter. Mit dem Ausgang des Rennens hatten die Deutschen aber nichts mehr zu tun. Die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern, als der Franzose Jason Lamy Chappuis kurz vor der Ziellinie den US-Amerikaner Johnny Sillane nach abfing und sich die Goldmedaille sicherte. Dritter wurde der Italiener Alessandro Pittin.
Wetter bleibt Thema Nr. 1
Überhaupt bleiben Wetter und vor allem der Regen in Vancouver weiter ein Dauerthema. Das Abfahrtstraining der alpinen Ski-Damen musste erneut abgesagt werden. Wegen der anhaltenden Niederschläge konnte die Piste nicht ausreichend präpariert werden. Nun soll am Montag (15.02.2010) ein zweigeteilter Damen-Testlauf stattfinden. Tags darauf ist eine weitere Testfahrt angesetzt. Damit die Abfahrt wie geplant am Mittwoch (17.02.2010) stattfinden kann, müssen die Damen ein Training absolviert haben. Bereits am Freitag (12.02.2010) war die Probefahrt abgesagt und die ursprünglich für Sonntag geplante Super-Kombination um mehrere Tage verschoben worden.
Erste Schutzsperren
Der Ski-Weltverband FIS hat unterdessen die ersten beiden Sportler mit einer Schutzsperre belegt. Beim russischen Kombinierer Nijas Nabejew und dem Langläufer Kaspar Kokk aus Estland waren erhöhte Hämoglobinwerte festgestellt worden. Beide Sportler wurden bis einschließlich 16. Februar von den Wettbewerben ausgeschlossen und müssen sich vor einem möglichen Start einem weiteren Bluttest unterziehen. Die Schutzsperre wird verhängt, um die Gesundheit der Athleten zu schützen.
Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Sarah Faupel
fuente. http://www.dw-world.de
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