SUIZA: FAUSTBALL: Jona wird diese Saison etwas mehr Mühe haben“


von Fabio Baranzini / Swiss Faustball

In etwas mehr als einer Wochen starten die NLA-Frauenteams in die neue Feldsaison. Wir haben mit Nationaltrainer Anton Lässer über die Ausgangslage vor Meisterschaftsbeginn, sowie über die Dominanz von Jona und den Kampf um die Teilnahme am Final Four gesprochen.
Die Frauen des TSV Jona blieben in der letzten Feld- und der letzten Hallensaison ohne eine einzige Niederlage. Was macht Jona so stark?Anton Lässer: Die Mannschaft ist über Jahre hinweg zu einem Kollektiv gewachsen, das sich jetzt im besten Faustball-Alter befindet. Das trifft insbesondere auf die Schlägerinnen zu. Celina Traxler spielt sehr stark und Janine Stoob ist die perfekte Ergänzung. In der Abwehr ist Jona ohnehin stark und mit Natalie Berchtold haben sie die derzeit beste Mittespielerin der Schweiz im Kader.
Das klingt so, als würde Jona auch in der kommenden Saison ähnlich dominant aufspielen wie zuletzt.Das glaube ich nicht. Schlussendlich wird Jona zwar wieder Meister werden, aber in dieser Saison werden sie etwas mehr Mühe haben. Celina Traxler besucht eine Abendschule und Janine Stoob wird zeitweise fehlen. Ich denke daher, dass es für Jona vor allem am Anfang der Saison hin und wieder etwas eng werden könnte und sie daher nicht ganz so dominant aufspielen werden.
Was ist das Rezept, um Jona zu schlagen?Der Glaube an sich und die eigenen Fähigkeiten ist entscheidend. Wenn man gegen Jona bestehen will, muss man im Kopf stark sein und vom ersten bis zum letzten Punkt daran glauben, dass man gewinnen kann. Jona weiss, dass bei den Gegnerinnen irgendwann die Angst vor dem Gewinnen kommt. Sie haben die nötige Routine, um selbst die Partien zu gewinnen, in denen sie nicht optimal spielen.
Welchem Team traust du zu, Jona in der kommenden Feldsaison zu schlagen?Ganz klar Oberentfelden-Amsteg. Das ist für mich das einzige Team, das derzeit gegen Jona eine Chance hat. Die Oberentfelderinnen sind in den letzten Jahren stets an sich selber gescheitert. Jetzt sollten sie aber die nötige Routine haben, um ihr Spiel durchziehen zu können. Zudem wird ihnen der Neuzugang von Michelle Fedier nochmals einen Kick geben, der sehr wichtig sein kann.
Wer kommt hinter Jona und Oberentfelden-Amsteg für die beiden weiteren Final Four Plätze in Frage?Das ist eine extrem schwierige Frage, die man vor der Saison eigentlich kaum beantworten kann. Ich sehe die fünf Teams hinter Jona und Oberentfelden-Amsteg extrem nahe beieinander. Embrach hat gegen Ende der Wintersaison überraschend etwas geschwächelt. Schlieren befindet sich im Umbruch und bei Diepoldsau fehlt mit Tanja Bognar die Hauptschlägerin. Neuendorf sehe ich dagegen etwas stärker als noch im letzten Jahr und auch Kreuzlingen darf man auf keinen Fall unterschätzen. Das wird auf den hinteren fünf Positionen eine sehr enge Kiste.
Was traust du den Aufsteigerinnen aus Kreuzlingen zu? Die starten ja mit einem sehr jungen Team.Kreuzlingen hat sich mit Nationalspielerin Rahel Hess verstärkt, die bislang bei Rickenbach-Wilen gespielt hatte. Bei Kreuzlingen wird sie nun im Angriff auflaufen, wodurch das Team sicher stärker wird. Ich traue Kreuzlingen daher stets eine Überraschung zu und bin überzeugt, dass sie es schaffen, den einen oder anderen arrivierten Gegner zu schlagen.
Welchen Spielerinnen traust du zu, in der neuen Meisterschaft eine prägende Rolle zu übernehmen?Ich erwarte, dass Celina Traxler – obwohl sie eine Abendschule besucht - noch einmal einen Schritt vorwärts machen wird. Auch von Livia Galli erwarte ich einen Sprung. Sie ist bereits während der Wintersaison stabiler geworden und ich bin überzeugt, dass sie punkto Athletik und Konstanz nochmals zulegen wird.
Dein Tabellen-Tipp?
1. Jona
2. Oberentfelden-Amsteg
3. Embrach
4. Diepoldsau
5. Neuendorf
6. Schlieren
7. Kreuzlingen


Fuente: federación suiza, http://www.swissfaustball.ch/lesen/jona-wird-diese-saison-etwas-mehr-muehe-haben.html

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